Borreliose

Bei der Borreliose handelt es sich um eine durch Vektoren (Ixodes ricinus) übertragene bakterielle Infektion.

Ursache
Verschiedene Zeckenarten sind als Überträger der Borreliose bekannt. In Europa ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) der wichtigste Überträger von Borrelien. In Deutschland sind es weniger als ein Viertel aller Zecken, die mit dem Borreliose-
Bakterium infiziert sind. Allerdings machen nicht alle Borreliose-Bakterien krank.

Symptome
Wie beim Menschen verläuft die Borreliose auch beim Hund häufig völlig symptomfrei. Man sollte deshalb auf verschiedene Anzeichen achten und im Zweifel einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursachen für die Symptome eindeutig abklären zu lassen.
Tritt beispielsweise eine Hautrötung um den Zeckenbiss herum auf, kann dies ein relativ frühes Anzeichen für eine Infektion sein.

Borreliose-Symptome beim Hund, die erst mehrere Monate nach einem Biss einer infizierten Zecke auftreten, können hingegen verschiedene Entzündungsreaktionen sein: 

  • Schmerzen an Muskeln und Gelenken,
  • Fieber oder geschwollene Lymphknoten sind oft die Folge – werden allerdings selten noch mit dem Zeckenbiss in Verbindung gebracht. 

Weitere mögliche späte Borreliose-Symptome beim Hund sind Herzprobleme, Erkrankungen der Niere oder gar Lähmungserscheinungen in verschiedenen Körperteilen.

Solche Beschwerden einer Borreliose sind jedoch unspezifisch, so dass auch andere Ursachen nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb sollte man unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, wenn die genannten Symptome bemerkt werden. Dieser kann mit Hilfe einer Blutprobe feststellen, ob der Hund an Borreliose erkrankt ist oder ob andere Erkrankungen zugrunde liegen.

Diagnose
Sie erfolgt durch einen Bluttest. Immunologische Verfahren wie der Western-Blot oder das C6-ELISA-Verfahren weisen eine Infektion mit Borrelien beim Hund nach. 

Behandlung
Eine Borreliose beim Hund wird mit Antibiotika behandelt. Der Hund sollte sie mindestens 30 Tage erhalten. In der Regel geht es dem Tier bereits nach ein bis zwei Tagen besser. Da die Erreger nur schwer vollständig abzutöten sind, ist es empfehlenswert, die Behandlung vier bis fünf Mal alle drei Monate zu wiederholen.

Die Beschwerden der Borreliose beim Hund lassen sich durch entzündungshemmende Schmerzmittel lindern.

Inzwischen gibt es für Hunde die Möglichkeit der Impfung, die jedoch nur gegen einen Erreger (Borrelia burgdorferi) gerichtet ist, deshalb ist diese vorbeugende Maßnahme eher kritisch zu sehen.

Es ist zweckmäßiger, eine entsprechende Zeckenprophylaxe anzuwenden.

Prognose
Der Stich einer mit Borrelien infizierten Zecke führt nicht zwangsläufig zu einer Ansteckung mit Borreliose.

Damit die Bakterien übertragen werden können, muss sich die Zecke mindestens 24 Stunden an ihrem Wirt festgesaugt haben.
Deshalb sollte der Hund in den warmen Monaten des Jahres am besten täglich nach den Parasiten abgesucht werden.

Wird die Borreliose beim Hund rechtzeitig mit Antibiotika behandelt, ist die Prognose gut.

Allerdings ist es wahrscheinlich nicht möglich, alle Bakterien zu eliminieren. Bei einer chronischen Borreliose können immer wieder Schübe mit akuten Beschwerden auftreten.
 


Hinweis:

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Konsultation des Tierarztes. Ihr Team von Vizsla in Not e.V.