Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine weltweit bei Mensch und Tier vorkommende Infektionserkrankung, die durch obligat intrazelluläre protozoische Parasiten (Leishmania) hervorgerufen wird.
Leishmaniose kam ursprünglich in tropischen und den Mittelmeerländern vor. In den letzten Jahren halten sich die Sandmücken, die die Leishmaniose übertragen, durch den Klimawandel auch zunehmend in Deutschland auf. Diese Krankheit kann sowohl Mensch als auch Tier betreffen.

Ursache
Die Erreger werden ausschließlich durch den Stich der Sandmücke übertragen und können praktisch alle Organe schädigen.

Die Parasiten befallen Fresszellen des Immunsystems und verbreiten sich so von der Haut in das Knochenmark, die Milz und die Leber.
Sie verursachen schwerste Entzündungen und bilden Immunkomplexe, die sich in Nieren, Blutgefäßen und Gelenken ablagern und diese nachhaltig schädigen. 

Symptome
Die Symptome sind:

  • Apathie
  • Müdigkeit
  • Lahmheit
  • Diarrhoe
  • Abmagerung
  • Haarausfall
  • Augenentzündungen
  • übermässiges Wachstum der Krallen
  • Blutungen aus der Nase
  • Leber-, Nieren- und Milzschädigung

Nachweisslich bleibt aber ein grosser Prozentsatz der infizierten Hunde ohne Symptome oder erst nach symptomlosen Jahren tritt die Infektion in Erscheinung durch z.B. Läsionen und offene Wunden an der Haut (beispielsweise um die Augen - Brillenform) und den Schleimhäuten.

Diagnose
Die Diagnose einer Leishmaniose-Erkrankung erfolgt über einen Antikörper-Test im Blut.

Hunde aus den Mittelmeerländern sollten grundsätzlich auf Leishmaniose hin untersucht werden.

Behandlung und Prognose
Leishmaniose gilt beim Hund als nicht heilbar.

Nachweisslich bleibt aber ein grosser Prozentsatz der infizierten Hunde ohne Symptome.
Ein mit Leishmaniose infizierter Hund kann im richtigen Umfeld und bei fachgerechter Behandlung ein langes und erfülltes Leben ohne Schmerzen oder Einschränkungen führen.

Das Leishmaniose-Forum ist hier sehr zu empfehlen.

 

Hinweis:
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Konsultation des Tierarztes. Ihr Team von Vizsla in Not e.V.