Kokzidiose

Kokzidien sind einzellige Parasiten, die mittlerweile weltweit verbreitet sind.


Ursache
Die Hunde infizieren sich zum einen durch andere Tiere, die den Erreger, die sogenannten Oosysten, über den Kot ausscheiden und zum anderen durch Fressen infizierter Nagetiere oder rohem Fleisch und durch Trinken von verunreinigtem Wasser (Pfützen!).

Symptome
Die Symptome einer Kokzidiose werden hauptsächlich bei Jungtieren oder Tieren mit stark geschwächtem Immunsystem bebachtet.

Die Oozysten entwickeln sich im Hund weiter, wandern in den Darm und zerstören dort die für die Aufnahme von Nährstoffen wichtigen Darmzellen.
Diese Tiere leiden an Durchfall, der zum einen sehr dünnflüssig oder schleimartig überzogen sein kann, mitunter auch mit Blut durchsetzt ist.

Massiver Befall mit Kokzidien kann bei jungen Hunden innerhalb weniger Tage tödlich sein.

Eine Infektion mit Kokzidien kann jedoch auch völlig symptomlos verlaufen. Diese Tiere scheiden jedoch trotzdem Oozysten mit dem Kot aus und verseuchen dadurch die Umgebung.

Das Sammeln des Hundekotes und seine Entsorgung im Hausmüll ist daher obligatorisch.
 
Diagnose
Die Kokzidien werden über den Kot diagnostiziert. Da nicht jede Kotprobe Kokzidien enthält, sollte der Kot mindestens über drei Tage gesammelt werden und dem Tierarzt zur Untersuchung übergeben werden.
Bitte lassen Sie keinen Schnelltest machen. Nach unseren Erfahrungen ist dieser leider nicht immer zuverlässig.
 
Behandlung
Im Falle einer Kokzidieninfektion erfolgt eine Behandlung mit Sulfonamiden oder Sulfonamid-Trimethoprim-Kombinationen am besten in zwei Kuren über jeweils fünf bis sechs Tage mit einer Pause von sechs Tagen dazwischen.
Damit sich die Krankheit nicht verschlimmert, sollte das Tier mindestens einen Tag nichts fressen, denn nur so können sich die Schleimhäute ungestört regenerieren.

Während der Behandlung sollte die Ernährung des Hundes möglichst kohlehydratfrei sein – also kein Trockenfutter. Kokzidien ernähren sich hauptsächlich über Kohlehydrate.

Zusätzlich können Sie dem Futter täglich einen Teelöffel Kokosöl (1 g pro 10 kg Körpergewicht) zusetzen. Kokosöl hat die Eigenschaft, dass sich die Parasiten an den Magen- und Darmwänden nicht mehr festsetzen können und so ihr Entwicklungszyklus unterbrochen wird. Darüber hinaus stärkt Kokosöl das Immunsystem.

Zusätzlich sollte der Kot des Hundes in dieser Zeit eingesammelt und über den Hausmüll entsorgt werden. Um eine erneute Infektion zu vermeiden, ist es sinnvoll, Liegeplätze und Zwinger zu desinfizieren sowie den Hund gründlich zu reinigen (zum Beispiel zu baden).

Da Kokzidien in einigen Fällen auch den Menschen befallen können, ist ist eine ausreichende Hygiene, wie gründliches Händewaschen, nachdem man den Hund gestreichelt hat, wichtig.

Nach einer Behandlung des Hundes sollte der Kot-Test zur Sicherheit wiederholt werden.
 
Prognose
Bei einer entsprechenden Behandlung ist die Prognose von Kokzidien beim Hund günstig.

Da die Parasiten mittlerweile weit verbreitet sind, ist eine Wiederansteckung möglich. In diesem Fall ist eine erneute Behandlung des Hundes unabdingbar erforderlich.

 

Hinweis:
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Konsultation des Tierarztes. Ihr Team von Vizsla in Not e.V.