Hautwurm

Der Hautwurm (Dirofilaria repens) aus der Gruppe der Dirofilarien (Rundwurm) ist ein naher Verwandter des Herzwurms. Ähnlich wie dieser wird auch die Larve durch den Stich eines Moskitos übertragen. Allerdings erfolgt die Entwicklung zum ausgewachsenen Wurm in den meisten Fällen subkutan (unter der Haut), so dass die erwachsenen Würmer als Erhebungen sicht- und fühlbar sind.
Er kommt in Süd- und Osteuropa mittlerweile sehr häufig vor. Hautwürmer sind außerdem in den USA sehr weit verbreitet sowie in Kanada, Australien und in Südostasien.

Ursache
Die Hautwurmlarve wird durch den Stich bestimmter Moskitoarten übertragen. Wie andere Mücken auch, können diese Stechmücken die Wurmlarven nur nach dem Stich eines infizierten Organismus auf ein neues Opfer übertragen.


Symptome
Erkrankungen durch D. repens sind in der Regel für den Hund nicht gefährlich.

Nach einer längeren symptomfreien Zeit, währenddessen sich die Wurmlarve in den ausgewachsenen Wurm verwandelt, treten kleine, schmerzlose und verschiebbare Erhebungen auf,die zu Juckreiz führen können.
Diese können Aussehen und Lage verändern, da sich die Würmer im subkutanen Gewebe bewegen können.

Diagnose
Die Filarien können über einen Bluttest, dem sogenannten KNOT-TEST nachgewiesen werden.
 
Behandlung
Mittlerweile wurden gute Erfahrungen (auch bei ViN-Hunden) mit folgender Behandlung gemacht (Studie Prof. Dr. Hörauf):

Gegen Makrofilarien (erwachsene Haut) wird Ronaxan 100 mg mit dem Wirkstoff Doxycyclin gegeben.
Die Gabe erfolgt 2x täglich im Abstand von 12 Stunden mit dem Futter über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen. 
Dem Körpergewicht des Hundes entsprechend wird je 10 kg eine Tablette gegeben. 
Gegen Mikrofilarien (Larvenstadium) wird Advocate spot on 2,5 ml. für große Hunde (10 bis 25 kg) gegeben. Die Gabe erfolgt mit je einer Ampulle in den Nacken im Abstand von 4 Wochen über einen Zeitraum von 3 Monaten.
Nach einem halben Jahr sollte der Bluttest wiederholt werden.
 
Prognose
Bei einer entsprechenden Behandlung ist die Prognose günstig.

 

Hinweis:
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Konsultation des Tierarztes. Ihr Team von Vizsla in Not e.V.