Bericht Ungarnfahrt September/Oktober 2016
 

Liebe ViN-Freunde,

Ende September machten sich vier Vereinsmitglieder (Rieke Neemann und Wolfgang Gelbke sowie Sabine und Klaus-Uwe Haake) zum Informationsaustausch auf den Weg nach Ungarn.

Da in Ungarn das Hundefutter sehr teuer (27% Mehrwertsteuer!) ist, entschieden wir, alles hier in Deutschland zu besorgen. Schnell war klar, dass ein PKW nicht ausreichen würde, somit wurde der Anhänger randvoll mit Futterspenden sowie Decken, Leinen, Geschirren, Halsbändern, Spielzeug und vielem mehr beladen.

All das war nur möglich durch Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder und weitere Spenden von Freunden unseres Vereins.

Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle vor allem dem Tierfachgeschäft Zoo & Co. „Tom’s Tierwelt“ aus Heidelberg, das uns einen großzügigen Rabatt gewährt hat und uns noch einige Futterspenden für unsere Schützlinge in Ungarn zur Verfügung gestellt hat.

Zuerst besuchten wir die beiden Tierheime in Siofok und Vackólo, welchen wir mit großer Freude unsere Mitbringsel übergeben konnten.



Unser Besuch im Tierheim Siofok


Wolfgang Gelbke und Rieke Neemann besuchten gemeinsam das Tierheim in Siofok, wo sie sehr freundlich von Zsuzsi - unserer Kontaktperson des Tierheimes - empfangen wurden.

Siofok liegt am Südostufer des schönen Balaton ("Plattensee") und ist den meisten als kleine „Partymeile“ bekannt. Doch auch hier hält die Not der Tiere nicht inne.

Das Tierheim liegt an einer ehemaligen Mülldeponie und beherbergt rund 170-180 Hunde. Damit ist die Kapazität des Tierheims aber auch der Mitarbeiter erschöpft. Doch die Warteliste ist nahezu immer voll. Zum damaligen Zeitpunkt waren es 17 Hunde, die auf einen freien Platz im TH gewartet haben. Wir haben miterlebt, wie 2 Hunde aus Tötungsstationen abgeholt wurden. Sie kamen verängstigt und in einem schlechten Ernährungszustand im TH an. Es hat sich sofort einer der Mitarbeiter liebevoll um die Neuzugänge gekümmert. Sie kamen erst einmal in die vor Ort liegende Quarantänestation. Dort steht für den Winter ein kleiner alter Holzofen zur Verfügung, aber auch einige Wärmelampen, die durch Spenden finanziert wurden, hängen an der Decke. Hier sind oftmals auch die vielen sehr jungen und geschwächten Welpen untergebracht, bis sie wieder zu Kräften gekommen sind.
 

Im Schnitt sind rund 35% der Abgabehunde aus Familien (der Besitzer ist verstorben, Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel, wodurch der Hund nicht mehr gehalten werden kann), der verbleibende Rest sind Hunde, die einfach sich selbst überlassen wurden, Beschlagnahmungen aus Horrorhaltungen und Hunde, die aus Tötungsstationen vom Tierheim aufgenommen werden. 

Die Hunde machten einen freundlichen und ausgeglichenen Eindruck, man spürte ihre große Dankbarkeit. Sie waren gut genährt, was auch an den großzügigen Spenden der anliegenden Geschäfte liegt, die immer wieder ihre frischen Nahrungsmittel an das Tierheim abgeben. 

Diese werden dann in großen Portionen gekocht und vor allem an die kranken und jungen sowie die alten Hunde verfüttert. 

Die Hunde leben größtenteils zu dritt in den Zwingern. Sie werden in größeren Gruppen nach und nach ins Freigehege gelassen.

Ehrenamtliche Spaziergänger kommen meist an den Wochenenden, um die Hunde auszuführen. Bei 170 Hunden ist es unmöglich, mit vier Mitarbeitern pro Tag die Hunde regelmäßig auszuführen.

Was hier vor Ort geleistet wird ist unfassbar. Alle Hunde waren sehr sauber, wie auch die Zwinger, die täglich gereinigt und desinfiziert werden. So auch am Tag unseres Besuches und das, obwohl es an diesem Tag große Probleme mit der Wasserleitung gab und dem Tierheim kein fließendes Wasser zur Verfügung stand. Es musste mit kleinen Wassercontainern oder auch anderen Behältern frisches Wasser aus dem Ort geholt werden und im Tierheim zu den Hunden gebracht werden. Ein wahnsinniger Aufwand! 

Das Tierheim ist in einem passablen Zustand, viele Zwinger haben Betonboden, was die Reinigung und Desinfektion einfacher gestaltet als bei Sand- oder Kiesboden.

Vor einigen Jahren hat das Tierheim bei einem Wettbewerb der Stadt Siofok die Renovierung des maroden Gebäudes gewonnen. Es dient jetzt als Krankenstation und Bürogebäude. Dort befinden sich unter anderem drei Räume, in denen sich die Hunde von Operationen erholen können. Auch Infusionstherapien können dort vor Ort unter Aufsicht der Mitarbeiter durchgeführt werden.

Wir durften dort auch unseren aktuellen Schützling Sega besuchen und uns von seinem tollen Wesen persönlich überzeugen. 
 

Leider steht er aktuell vor einer großen Operation, aber wir wissen, dass er von Zsuzsi und ihrem Team die beste Versorgung erhält, die ihnen möglich ist, und daher sind wir sehr optimistisch, was Segas Genesung angeht.




Unser Besuch im Tierheim Vackólo

Das Tierheim befindet sich im Nordosten des Balaton, etwas in der Nähe der Stadt Veszprém. 

Es wird von Zsuzsa, einer 30-jährigen Ungarin, geleitet. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und einem Freund aufopferungsvoll in jeder Minute ihrer Freizeit um die dort lebenden Hunde. Mit den geringsten Mitteln stellen sie Unglaubliches auf die Beine.

Da Rieke Neemann Zsuzsa vor kurzem schon einmal besuchen durfte, war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten groß. Rieke durfte damals miterleben, wie sehr sich Zsuzsa und ihre beiden Freunde über ein paar einzelne Dosen "Rinti" gefreut hatten. Allein die Erzählung davon hatte das ganze Team so berührt, dass wir dutzende Paletten in den Anhänger gepackt und diese natürlich neben dem Tierheim in Siofok auch an Zsuzsa und ihre Hunde verteilt haben. Die Freude darüber war nahezu unbändig. 

Aktuell befinden sich dort rund 170 Hunde, eine wahnsinnige Anzahl für die Größe der Anlage. Zsuzsa hat einen unglaublich tollen Hundesachverstand und ein tolles Händchen, was die Zusammensetzung der Rudel betrifft. Die Hunde dürfen in Gruppen in den Innenhof und dort ca. 1 Stunde verbleiben. Dort gibt es neben Streicheleinheiten auch Futter und Co. Man würde erwarten, dass es bei einer Menge von ca. 30 Hunden, die sich im Auslauf befinden, Ärger gibt - aber Zsuzsa hat alles unter Kontrolle.
 

Dass Zsuzsa medizinisch sehr versiert ist, kommt den Hunden dort sehr zu Gute. Sie arbeitet in Teilzeit in einer Tierarztpraxis. Sie kann viele Problemchen vor Ort schon selbst behandeln, und bei größeren Erkrankungen hat sie immer einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite. Die Hunde können nach OPs (wie z.B. nach einer Kastration) erst einmal in der Praxis langsam wieder aufwachen und sich dann in separaten Boxen auf dem Gelände erholen, bis sie dann, nach und nach, wieder in die Gemeinschaft integriert werden.

Einmal in der Woche spendet der örtliche Supermarkt den Schützlingen Fleisch und Gemüse, so dass Zsuzsa mit großer Freude in der Gulaschkanone fleißig Hühnchen und Gemüse kocht. Die Hunde lieben diesen besonderen Gaumenschmaus. Damit es auch für alle reicht, wird das Gekochte mit Trockenfutter oder - wenn vorhanden - auch gerne mit Dosenfutter gemischt.
 



Besuch des Tierheimes in Kecskemét 


Dieser Besuch erfolgte gemeinsam durch Rieke Neemann, Wolfgang Gelbke und Sabine und Klaus-Uwe Haake.

Geographisch gesehen liegt Kecskemét südöstlich der Hauptstadt Budapest und nordwestlich der drittgrößten ungarischen Stadt Szeged, von beiden jeweils ca. 85 km entfernt, und ca. 95 km nördlich der Grenze zu Serbien.

Kecskemét ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der zwischen Donau und Theiß gelegenen Region und liegt inmitten eines intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebietes (v.a. Obst-, Gemüse- und Weinbau). Es ist die Heimat des berühmten ungarischen Aprikosenschnapses "Barackpálinka".

Auch Mercedes-Benz ist in Kecskemét vertreten und schuf vor Ort fast 3.000 Arbeitsplätze.

Wir wurden von der Tierheimleiterin Andi Biro und Ornella Pineroli begrüßt.

Ornella ist ein Teammitglied der Schweizer Tierschutzorganisation "Animal Happyend" und gleichzeitig unsere Kontaktperson zum Tierheim.
 

v.l.n.r: Andi Biro, Ornella Pinerolli, Sabine und Klaus-Uwe Haake, Rieke Neemann

Das TH ist eigentlich für etwa 150 Hunde ausgelegt, derzeit "beherbergt" es aber ca. 230 Hunde, da es in diesem Jahr eine "Beschlagnahme-Aktion" der örtlichen Polizei gegeben hat und das Heim Hunde aufnehmen muss, die ihr die Gemeinde oder die Polizei zuweist - da gibt es weder "Erbarmen" noch "Nachsicht" der Behörden.

Bei der Aktion wurden Hunde "gerettet", die vornehmlich für "Hunde-Kämpfe" "gezüchtet" wurden und die fürchterlich verstümmelt wurden (Behänge und Ruten abgeschnitten), um weniger "Angriffsfläche" für den "gegnerischen" Hund "zu bieten".

Hier zwei Hunde mit verstümmelten Ohren und Ruten:

Trotz aller Bedrückung kann man aber sagen, dass großer Wert darauf gelegt wird, dass die Hunde im TH höchstens zu zweit in einem Zwinger untergebracht sind - Ziel ist eine "Einzel-Zwinger-Haltung". 

So besteht das TH eigentlich aus der Grundfläche von zwei Heimen, die sich aber nach und nach zusammengeschlossen haben.
 


ViN-Schützling Maja, welche mittlerweile von Pflegemama Hajnalka betreut wird

Hier gibt es einen eigenen "Tierarztpraxis-Container" - etwas Vergleichbares haben wir noch in keinem ungarischen TH gesehen - gestiftet von der Schweizer Tierschutzorganisation "Animal Happyend" - unserer Partnerorganisation, die sich auch an den Personalkosten für die Tierheimmitarbeiter und den Tierarzt beteiligt.

Während unseres Rundganges stießen wir auf zwei große Haufen mit Hundefutterdosen. Ein LKW war auf der Autobahn verunglückt und hatte seine Ladung (Hundefutterdosen) verloren. Glücklicherweise entsorgte man diese nicht, sondern lieferte die Dosen ins Tierheim von Kecskemét.
Dort wurden sie von freiwilligen Helfern oder Menschen, die durch ein Gericht mit "Arbeits-Stunden" bestraft wurden, gereinigt, sortiert und für den Verzehr vorbereitet.

Wir waren sehr angetan, zu sehen, mit welchem Einsatz die Schweizer Tierschutzorganisation "Animal Happyend" das Tierheim unterstützt und danken Ornella Pineroli sehr herzlich, dass sie uns dort als Kontaktperson zur Seite steht.




Csillag und Barna


Während unseres Aufenthaltes konnten wir auch die Ankunft der kleinen Geschwisterwelpen Csillag und Barna erleben.

Neben einer schweren Bissverletzung am Bein hatte Csillag anscheinend auch noch beim Kampf mit einer Katze den Kürzeren gezogen. Ihr linkes Auge wurde schlimm verletzt. Als Csillag in unsere Obhut kam, standen die Chancen, das Augenlicht und das komplette Auge retten zu können, bei 50%. Es stand bereits im Raum, das Auge entfernen zu müssen, da auch hinter dem Auge eine große Entzündung zum Vorschein kam.

Doch mittlerweile hat sich Csillags Verletzung durch strikte Einhaltung des Therapieplans eines sehr versierten Tierarztes gut erholt, was wir allein der Hilfe ihrer tollen Pflegestelle zu verdanken haben, die sich aufopferungsvoll um Csillag und auch ihren Bruder Barna kümmert. Wir möchten uns daher recht herzlich bei Julia Spörri und ihrem Mann Max bedanken, die sich beide rührend für unsere Schützlinge einsetzen.

Csillags Auge bei ihrer Ankunft 

Damit das Auge schneller heilt, sah der Therapieplan auch die Tropfung von Csillags Auge mit Blutplasma vor.

Deshalb machte man sich auf die Suche nach einem Hunde-Blutspender.




Dömpers Einsatz


Die Blutspende wurde sofort bearbeitet, so dass wir das Plasma für Csillag gleich mit nehmen konnten.

Dömpis Belohnung Lachend
und - das Beste - ein Küsschen Küssend von Csillag:


So sieht Csillags Auge mittlerweile aus:

 
 

Teilnahme am Tierschutzunterricht im Kindergarten und einer Schule in Pécsely 

Dank der Förderung von Vizsla in Not e.V. konnte Hajnalka mit ihrer Stiftung Négylábú Doktorok KHA-Stiftung Vierbeinige Ärzte seit letzten Herbst einen langersehnten Traum in die Tat umsetzen und endlich hatten wir die Möglichkeit, sie bei ihrem Einsatz zu begleiten.

Zunächst besuchten wir an diesem Tag eine Kindergartengruppe, später waren wir noch bei einer Schulklasse zu Gast.

Hajnalka - eine gelernte Sozialpädagogin - gestaltet ihren Tierschutzunterricht so ansprechend, dass es wirklich sehr berührend ist.

Sie macht es mit so viel Witz und Charme, fast wie ein Entertainer, und sie hat wirklich eine große Gabe, die Aufmerksamkeit der Kinder voll auf sich und die sie begleitenden Hunde zu ziehen und auch, wenn einmal Unruhe herrscht, wieder die nötige Ruhe hinein zu bringen.
Die Kinder kleben fast an ihren Lippen. Hajnalka hüpft auch mal durch das Klassenzimmer, um zu untermalen, was sie gerade sagt.

Sie begrüßte die Kinder - es war ein regnerischer Tag - mit dem Satz: "Ich bin gekommen, um euch zu zeigen, wie nasse Hunde riechen" Zunge rausLachend da war großes Gelächter...
Wir können das gar nicht richtig beschreiben, wie sie das macht und denken, das muss man wahrlich live erleben.

Als besonderer Stargast war unser Schützling Zsandár dabei - er hat alles mit einer großen Gelassenheit mitgemacht 

Bei allen Dingen, die Hajnalka den Kindern erklärt, zieht sie immer Vergleiche mit den Kindern selbst.

"Was macht ihr, wenn ihr aus dem Bett steigt? Wo geht ihr hin? ... Da wo man Zeitung liest!!" Lachend
"Und - braucht das auch der Hund? ... Alles was reinkommt, muss auch wieder raus!"

"Ihr geht in die Schule, auch ein Hund möchte lernen" --- "Ihr geht später arbeiten, auch ein Hund möchte eine Aufgabe!"

"Was für Aufgaben kann ein Hund denn erfüllen? Was macht er? Wozu brauchen wir Menschen den Hund?"

"Was macht ihr nach der Schule, wenn ihr eure Hausaufgaben gemacht habt? Spielen!" "Auch ein Hund möchte spielen" "... Sport! Auch ein Hund möchte sich bewegen..." etc.
 

Ein Junge erzählte Hajnalka, dass er versuchte, seinem Hund Tricks beizubringen, aber der Hund machte es nicht, es klappte nicht.

Daraufhin hat sie ihn zu sich geholt und ihm erklärt, wie man anfängt, einem Hund einen Trick beizubringen. 

Sie erklärte ihm, dass er sich erstmal überlegen muss: Was soll der Hund denn machen? Wie muss ich den Trick aufbauen, dass er versteht, was ich möchte. 

Der Junge war dann sichtlich stolz, als Barnabas das Kommando ausgeführt hat:
 

Hajnalka passt alles, was sie erklärt, den Altersklassen an.

In der Grundschule war natürlich viel mehr detaillierte Wissensvermittlung dabei als im Kindergarten:

Ab wann ist ein Hund geschlechtsreif, wie alt ist ein Hund in Menschenjahren, was sind die Bedürfnisse eines Hundes? Habt ihr schon einmal Hunde gesehen, denen es schlecht geht? Was war da? Was bedeutet das? Was ist Tierschutz und warum brauchen wir ihn?

Die Kinder haben teilweise selbst erzählt, was sie mit Tieren erlebt haben. Ein oder zwei Kinder wurden schon einmal gebissen, weil sie den Hund bei Fressen nicht in Ruhe gelassen haben. Andere haben schon Hunde an der Kette gesehen. Viele Kinder haben selbst Haustiere und zeigten bereits von daher großes Interesse an Hajnalkas Ausführungen.
 

Als Hajnalka erzählte, was Barnabas passierte oder wie Zsandars Geschichte aussieht, war es mucksmäuschenstill im Raum. Alle Kinder waren ganz bei ihr und auch sichtlich traurig über dass, was Menschen diesen beiden Hunden angetan hatten.

Hajnalka ist mit so viel Herzblut und Körpersprache dabei, dass sie alle Anwesenden ganz schnell in ihren Bann zieht.

Wir Zuschauer waren alle begeistert und sehr angetan.
 

Es war für uns ein sehr bewegender Vormittag, der uns auch mit großer Hoffnung erfüllt. Denn dieser Unterricht ist nur Dank der Mitgliedsbeiträge unserer Vereinsmitglieder und der Zuwendungen unserer Spender möglich.

                    v.l.n.r: Hajnalka Dézsenyi, Sabine Haake, Rieke Neeman und Julia Spörri

Einig waren wir uns mit Hajnalka darüber, dass es noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird, den Wert eines Tieres im Bewusstsein von Menschen zu verankern. Dennoch ist diese Arbeit so sehr wichtig, gerade auch in einer Gesellschaft, in der mitunter Armut kein Fremdwort ist sondern durchaus "gleich nebenan" mit den Händen greifbar ist.




Besuch bei unserer Pflegestelle Hajnalka
(Négylábú Doktorok KHA-Stiftung Vierbeinige Ärzte)

Vielen ViNlern ist Hajnalka auch als unsere ungarische "Pflegemama" bekannt.

Mit großer Hingabe betreut sie unsere ViN-Schützlinge und versucht, sie mit viel Einfühlungsvermögen auf den Weg in ihr neues Leben vorzubereiten.

Dank unseres gut gefüllten Spendentopfes war es uns möglich, Hajnalka drei Hundehütten zu übergeben, die Freude und Dankbarkeit waren sehr groß.
 

Zum Ende unserer Reise konnten wir Hajnalka noch verkünden, dass es uns Dank der großen Unterstützung von "DOG CARE SWITZERLAND" möglich war, das direkt neben Hajnalkas Grundbesitz liegende Grundstück zu erwerben.

In den nächsten Monaten planen wir nun ein gemeinsames Projekt mit Hajnalka und ihrer Organisation "Négylábú Doktorok KHA - Stiftung Vierbeinige Ärzte".

Unter Berücksichtigung unsers Leitsatzes "Qualität geht vor Quantität" planen wir gemeinsam, einen schönen Ort für Tiere und Menschen zu schaffen.

Auf den beiden Bildern ist das von ViN erworbene Grundstück - hier noch mit Mais bestellt - zu sehen:

Mittlerweile wurde das Grundstück abgeerntet und wird schon, während wir diesen Bericht schreiben, vorbereitet, um in Zukunft dem "Tierschutz vor Ort" zu dienen.

Dieses neue Projekt werden wir im Rahmen einer Spendenaktion in Kürze separat vorstellen. Es wird eine große Kraftanstrengung bedeuten, zugleich aber deutlich machen, dass sich Vizsla in Not e.V. allen ungarischen Tierschützern verbunden fühlt.

Natürlich bedeutet eine solche Reise zum "Mittelpunkt des Geschehens" immer eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Aber Menschen zu treffen, die sich vor Ort engagieren, zu sehen, wie die - mag sie noch so klein sein - übergebene Spende mit großer und teilweise ungläubiger Dankbarkeit aufgenommen wird und immer wieder - und nicht zuletzt - festzustellen, dass Tierschützer Menschen sind, die von einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch zum Wohle der Tiere profitieren, das wiegt alle Kraftanstrengung bei Weitem auf.

Dies alles ist nur möglich durch die Mitglieder von Vizsla in Not e.V. und durch die Spender, im Großen und im Kleinen.

Ihnen, die durch Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung in unsere Tierschutzarbeit mithelfen, den geschundenen Kreaturen zu helfen, gilt unser aufrichtiges Dankeschön.

P.S.: Selbstverständlich haben alle Reisenden dieser Fahrt von ViN e.V. die entstandenen Kosten selbst getragen.



Ihr Team von Vizsla in Not e.V.